Professor Dr. med. Kirsten Minden

Professor Dr. med. Kirsten Minden
Stiftungsprofessur für Versorgungsforschung in der Rheumatologie an der Charité-Universitätsmedizin, Berlin, und am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum, DFRZ, einem Institut der Leibniz-Gemeinschaft

Forschung zur Begleitung der jungen Patienten

Die Rheumastiftung verfolgt mit der Stiftungsprofessur das Ziel, die Forschung auf dem Gebiet der Rheumatologie und die Lebenssituation rheumakranker Menschen zu verbessern. Die Rheumastiftung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und der Deutschen Rheuma-Liga gegründet. Sie ist die erste gemeinnützige Stiftung in Deutschland, die gemeinsam von der wissenschaftlichen Fachgesellschaft und der Patientenselbsthilfeorganisation getragen wird.

Kirsten Minden ist in Stralsund geboren und hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Medizin studiert und ihre Ausbildung zur Fachärztin für Kinder- und Jugendrheumatologie am Klinikum Berlin-Buch absolviert. Als Oberärztin etablierte sie dort so genannte „Transitionssprechstunden“ für chronisch-rheumakranke Jugendliche, um den Übergang vom Kinder- zum Erwachsenenleben ohne das Risiko einer rheumatologischen Versorgungslücke optimal zu gestalten.

Seit mehr als zehn Jahren leitet sie darüber hinaus eine Arbeitsgruppe am DRFZ, wo sie für die Durchführung von epidemiologischen Langzeitstudien verantwortlich ist, zum Beispiel für die bundesweite Kerndokumentation rheumakranker Kinder und Jugendlicher und das Biologikaregister JUMBO für junge Erwachsene mit juveniler idiopathischer Arthritis.

Im Jahr 2012 habilitierte sie sich mit dem Thema „Krankheitsfolgen der juvenilen idiopathischen Arthritis“. „Mein zentrales Anliegen ist die Beschreibung und stetige Verbesserung der Versorgungssituation rheumakranker Kinder, Jugendlicher und Erwachsener“, so Minden.

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Stiftungsprofessur einen spürbaren Beitrag zur Verbesserung der teilweise prekären Versorgungssituation von Menschen in Deutschland setzen können. Insbesondere an der Schnittstelle zwischen Kinder- und Erwachsenenrheumatologie brauchen wir neue Konzepte, um den Betroffenen eine weitgehend uneingeschränkte Teilhabe am Arbeits- und Sozialleben zu ermöglichen“, betont Rotraut Schmale-Grede, Vorstandsmitglied der Deutschen Rheuma-Liga.

zurück zur Übersicht Experten