WAS IST RHEUMA?

Der Oberbegriff Rheuma umfasst ganz unterschiedliche Krankheitsbilder, die meist mit Schmerz und Bewegungseinschränkungen verbunden sind:

1. Am häufigsten sind die degenerativen Erkrankungen, die Arthrosen.

2. Zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gehören beispielsweise die rheumatoide Arthritis, das Schuppenflechten-Rheuma oder der Morbus Bechterew.

3. Eher seltene Erkrankungen betreffen die Gefäße oder innere Organe, Gelenke und die Haut. Eine sehr häufige Schmerzerkrankung ist das Fibromyalgie-Syndrom.

4. Osteoropose und Gicht liegt eine Stoffwechselerkrankung zugrunde.

Wer hat Rheuma?

Die Ursachen für eine rheumatische Erkrankung sind unterschiedlich und oft ungeklärt. Dass meist nur ältere Menschen an Rheuma leiden, ist ein Klischee.

Das »entzündliche Gelenkrheuma«, die rheumatoide Arthritis, tritt oft schon im mittleren Alter auf. Auch Kinder und Jugendliche können erkranken. Von Fibromyalgie sind besonders Frauen ab 35 Jahren betroffen. Und wer an Morbus Bechterew leidet, ist oft gerade mal erst 30 Jahre alt.

Natürlich gibt es auch Rheumaformen, die vor allem Menschen im fortgeschrittenen Alter betreffen. So gefährdet der Knochenschwund Osteoporose vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren. Der langsame Abbau des Knorpelgewebes, die Arthrose, ist ebenfalls in der Regel ein Problem des Älterwerdens.

Wie behandelt man Rheuma?

Wer einmal an einer chronisch-entzündlichen oder an einer degenerativen Erkrankung der Bewegungsorgane erkrankt ist, leidet meist sein ganzes Leben lang daran. Typisch für entzündlich-rheumatische Krankheiten ist ihre Unberechenbarkeit. Auch die Verlaufsformen können sehr unterschiedlich sein.

Trotz aller Fortschritte in der Forschung ist eine Heilung von Rheuma nicht in Sicht. Die Ärzte bemühen sich daher vor allem, die Schmerzen ihrer Patienten zu lindern und die Zerstörung der Gelenke und Organe aufzuhalten. Je früher eine Therapie beginnt, desto größer sind die Chancen, wieder ein normales Leben zu führen.

Ganz wichtig dabei: Jeder Kranke benötigt einen individuell auf ihn zugeschnittenen, umfassenden Therapieplan, der auch nichtmedikamentöse Behandlungen umfasst.

Wie hilft die Rheuma-Liga?

Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit 290.000 Mitgliedern die größte Selbsthilfeorganisation im Gesundheitswesen. 12.000 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich: mit Angeboten zur Hilfe und Selbsthilfe, für Aufklärung und Interessenvertretung in Politik und Gesundheitswesen sowie für patientenorientierte Forschung.

Wir decken Mängel in der Therapie und Versorgung der 20 Millionen an Rheuma erkrankten Menschen auf. Wir setzen uns für die bestmögliche fachärztliche Versorgung ein. Wir fördern präventive Maßnahmen. Und wir unterstützen die Selbsthilfe. Gemeinsam mehr bewegen – das ist unser Motto. Und unsere neue Parole zur Mobilisierung der Öffentlichkeit lautet:

Rheuma bewegt uns alle.