Rheuma bewegt uns alle

Drei Sätze bilden die Basis für die Bedeutung und die Brisanz, die Rheuma zu einem äußerst relevanten Thema öffentlichen Interesses macht.

Erstens: Rheuma kann jeden treffen. Zweitens: Rheuma ist nicht heilbar. Drittens, und das ist die positive Nachricht: Rheuma ist behandelbar.

Mit einer groß angelegten Kampagne will die Deutsche Rheuma-Liga weite Teile der Bevölkerung besser informieren über die (un)heimliche Volkskrankheit. Denn wer weiß schließlich schon, dass

  • 20 Millionen Menschen in Deutschland an Rheuma leiden?
  • Rheuma eine Vielzahl chronischer Schmerzen verursacht?
  • Rheuma die meisten Krankheits- und Folgekosten bedingt?

Um die Botschaft allgemeinverständlich darzustellen, wird sie von Menschen übermittelt, die selbst Rheuma haben. Darum geben beispielhaft für viele andere Betroffene vier Mitglieder der Deutschen Rheuma-Liga persönlich Auskunft.

Sie berichten über ihr Leben mit Rheuma und die individuellen Beweggründe für ihr ehrenamtliches Engagement, mit dem sie zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten und zur gesellschaftlichen Anerkennung der Erkrankung beitragen.

Professor Dr. med. Erika Gromnica-Ihle
»Auch Menschen, die chronisch krank sind, möchten ihr Leben selbstbestimmt bewältigen. Sie wollen teilhaben und etwas bewegen. Unser Ziel ist, das Thema Rheuma in die Mitte der Gesellschaft zu holen.«

Professor Dr. med. Erika Gromnica-Ihle
Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga

Selbstbestimmt leben
Gesellschaft verändern

Im Menschen, der an Rheuma erkrankt ist, sehen wir vor allem eins: den Menschen. Aus diesem Grundsatz leitet die Deutsche Rheuma-Liga all ihre Ziele ab. Als Patienten verdienen diese Menschen nicht nur die bestmögliche medizinische Behandlung, sondern haben auch ein Anrecht auf jegliche Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben.

Die Forschung und alle Akteure im Gesundheitswesen haben schon viel erreicht und bemühen sich nach Kräften um Verbesserungen.

Doch trotz großer Fortschritte in der Rheumatherapie mangelt es vielerorts an der notwendigen Versorgung.

Und obwohl die Erkrankungen des Bewegungsapparats so weit verbreitet sind, ist oft zu wenig Zeit in der Praxis. Die dringend notwendige Krankengymnastik wird zu selten verschrieben. Oder es mangelt am Verständnis für die alltäglichen Einschränkungen, mit denen Menschen konfrontiert werden, die an Rheuma leiden.

Rheuma kann jeden treffen – und es betrifft bereits sehr viele Menschen. Hinter unseren 290.000 Mitgliedern stehen insgesamt 20 Millionen an Rheuma erkrankte Menschen.

Zur Mobilisierung der Gesellschaft startet die Deutsche Rheuma-Liga darum die Kampagne ›Rheuma bewegt uns alle‹.

Ich möchte mich herzlich bedanken bei den vier Protagonisten, die hier stellvertretend für viele andere über ihre Erkrankung berichten. Besonders bewegt mich die vorbildliche Haltung, mit der sie als Rheumatiker durchs Leben gehen. Wozu nicht zuletzt die Motivation gehört, die sie für das ehrenamtliche Engagement in der Deutschen Rheuma-Liga aufbringen.

Ich rufe dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen. Und ich wünsche der Kampagne ›Rheuma bewegt uns alle‹ Erfolg für den Wandel, den wir im öffentlichen Bewusstsein bewirken möchten. Denn nur mit einer verständnisvollen Einstellung werden wir die dringend nötigen Veränderungen erreichen.

Ihre

Professor Dr. med. Erika Gromnica-Ihle
Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga